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LASEK

Die LASEK-Operation

Ist eine Hornhautepithel schonende Variante der PRK (photorefraktiven Keratektomie), die seit 1986 als Standardoperation der Excimer-Chirugie angewandt wird. Die PRK wurde bereits 1995 von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit  bis ca. -6dpt und der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis ca. 3dpt als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren eingestuft.


Allgemein

  • Die PRK ist historisch betrachtet  die ältere und deshalb weiter verbreitete Operation zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit. Seit einigen Jahren wird sie jedoch aufgrund der zum Teil sehr heftigen Schmerzen nach der Operation und der langsameren Abheilung zunehmend von der LASIK-Operation verdrängt und erlebt in der letzten Zeit eine gewisse Renaissance in Form der LASEK-Operation, bei der versucht wird das Epithelhäutchen an der Oberfläche zu erhalten.
  • Die Operation läuft an der Oberfläche der Hornhaut ab. Nach der Gabe von Augentropfen wird nach dem einwirken von 20%igem Alkohol auf der betäubten Hornhaut mit einem speziell für diese Prozedur entwickelten Messerchen das oberste Deckhäutchen (Hornhautepithel) abgeschabt, bis die obere Grenzmembran (Bowmann´sche Membran) blank geputzt ist. Mit dem Excimer-Laser wird daraufhin die Hornhaut  bis zu einer Tiefe von ungefähr 100-150u an der Oberfläche so bearbeitet, dass eine zentrale Abflachung der Hornhaut erreicht wird. Anschließend wird das das beiseite-geschobene Deckhäutchen wieder über die offene Hornhaut vorsichtig zurück drapiert und durch eine sog. therapeutische Kontaktlinse  bis zur Einheilung 1-2 Tage geschützt, um die nach dem Abklingen der Betäubung meist einsetzenden Beschwerden zu mindern.
  • Vorteil dieser Operation ist der im Vergleich zur LASIK-Operation geringere Anforderung an das Geschick des Operateurs und der geringere technische  Aufwand, da das Schneiden einer Hornhautkappe entfällt.
  • Nachteilig wirkt sich der verzögerte Wundverschluß aus der sich durchaus bis zu drei Tagen hinziehen kann, und der mit erheblichen Schmerzen und Beschwerden verbunden sein kann. Da in einem von besonders regenerationsfähigen Zellen bewohnten Bereich der Hornhaut operiert wird und je nach persönlicher Veranlagung die Wundheilung und die mit der Wundheilung verbundene Entzündung unterschiedlich ausfallen kann, werden in bis zu 5% der Patienten feine Trübungen (sog. "Haze") der Hornhaut beobachtet, die sich in vielen Fällen unter Cortisontherapie zurückbilden, jedoch nicht selten ist damit die Zurückbildung  ("Regression")  des erreichten Brechkraftergebnisses verbunden. Um diese Phänomene zu vermeiden ist oft eine kontinuierliche Nachbehandlung mit Augentropfen über 3 Monate erforderlich. Sollten Hornhauttrübungen auftreten, kann dies erhebliche Blendungserscheinungen, Verminderung des Kontrastsehens und Einschränkung der Nachtfahrtauglichkeit zur Folge haben.