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Laser-Thermo-Keratoplastik (LTK)

LTK, Laser Thermal Keratoplasty - Conduktive Keratoplastik (CK)
 

  1. Das Prinzip der Laser Thermal Keratoplastik beruht auf der durch Hitzeeinwirkung bewirkten Schrumpfung von in der Hornhaut vorkommenden Strukturfasern (Fibrillen). Der Holmium-YAG-Laser verfügt über die ideale Hitzeabgabe in der vom Wasser beherrschten Grundstruktur der Hornhaut.
  2. Durch eine genau vorgegebene Art der Platzierung der Laserherde in der mittleren Peripherie der Hornhaut, und seiner Einwirkdauer lassen sich unterschiedliche starke Effekte auf die Krümmung der Hornhaut erzielen. In der Regel kommt es zur Aufsteilung der Hornhaut, was der Wirkung einer Sammellinse entspricht. Das Verfahren bietet sich deshalb in erster Linie zur Behandlung der Weitsichtigkeit, eventuell auch milde Formen der Alterssichtigkeit an.
  3. Die Laser Thermal Keratoplastik (LTK) befindet sich derzeit immer noch im Stadium der Prüfung, da trotz anfänglich relativ weitverbreiteter Technik entsprechende Studien, die die Sicherheit, Wirksamkeit und  Langzeiteffekte dieser Behandlungsmethode beweisen noch ausstehen. Weitsichtigkeit von +1,0dpt bis +3,0dpt scheint am besten behandelbar zu sein. Die Laser Thermal Keratoplastik zielt damit auf die Patientengruppe ab, die auch mit der LASIK-Operation versorgt werden kann. Die Laser Thermal Keratoplastik (LTK) scheint nur für einen Zeitraum von 2-3 Jahren eine Wirkung zu entfalten und muss dann gegeben falls wiederholt werden. Auch dies wird als Nachteil gegenüber einer SBK-LASIK gesehen, die auch bei hyperopen Patienten stabile Brechkraft verspricht.   
  4. Die Laser Thermal Keratoplastik (LTK) wird in örtlicher Betäubung durch Augentropfen durchgeführt und ist in der Regel schmerzfrei. Allerdings kann in den folgenden Tagen ein erheblicher, auch schmerzhafter Reizzustand für das Auge entstehen.

Weltweit angelegte klinische Studien von renommierten Laserchirurgen zeigen in einem Rückblick über die letzten 10 Jahre, dass mit welch gearteter Energie (Holmium oder Dioden-Laser), mit welcher Anzahl und Art der angelegten Hitzepunkte (siehe Foto) auch immer die Hauptprobleme dieser Technik noch nicht überwunden sind:

1.    ungenaue Vorhersagbarkeit der Wirkung
2.    unsichere Langzeitstabilität
3.    nicht exakt steuerbare Wirkung.

Trotz anfänglicher Versprechungen durch neue Therapieansätze wissen wir jetzt, dass das Verfahren ohne entscheidende Langzeitwirkung ist und die Krümmung der Hornhaut auf lange Sicht nur um ca. eine Dioptrie beeinflusst werden kann. Die meisten Hornhautchirurgen, die dieses Verfahren angewendet haben, sind nun deshalb umgeschwenkt auf die femto-LASIK-Operation zur Beseitigung der leichten und mittleren Weitsichtigkeit bis +4dpt, für die die Laser-Thermische-Keratoplastik (LTK) ursprünglich entwickelt wurde.

Die Laser-Thermische-Keratoplastik (LTK) wird aber nach wie vor als alternative chirurgische Intervention angesehen, um überkorrigierte ehemals kurzsichtige Patienten nachzubehandeln, wenn sie durch eine LASIK- oder PRK-Operation zu weit in die Weitsichtigkeit abgeglitten sind.

Derzeit wird in den USA die Laser-Thermische-Keratoplastik zur Behandlung der Alterssichtigkeit propagiert, obwohl in europäischen Studien bereits enttäuschende Erfahrungen gesammelt worden sind. Um das Problem der geringen Nachhaltigkeit zu umgehen werden sog. "Enhancement-" d.h. "Verstärkungs-Operationen" alle 12-24 Monate angeboten. Falls wiederholte Nachbehandlungen der Kunstgriff zur Beseitigung der Stabilität sein soll, so muss man ein extrem hohes Niveau an die Sicherheit des Verfahrens stellen. Größere kontrollierte Studien über die Langzeitschäden nach wiederholten derartigen Hitzeeinwirkungen  auf die Hornhaut liegen jedenfalls noch nicht vor. Denkbar ist ein Hitzeschaden  an der Innenseite der Hornhaut (Endothel), welches entscheidenden Einfluss auf die optische Klarheit und Lichtdurchlässigkeit der Hornhaut hat, da es durch einen aktiven Pumpmechanismus der Endothel-Zellen den so wichtigen Wasserhaushalt der Hornhaut kontrolliert.

Auf dem Kongress der European Society of Cataract und Refraktive Surgery wurde zu diesem Thema eine Umfrage unter den Augenärzten durchgeführt: Demnach wollen 96% aller befragten Augenchirurgen die Laser-Thermische-Keratoplastik (LTK) nicht mehr durchführen und nur ein kleiner Anteil von 4,4% empfiehlt die Behandlung für den weitsichtigen Patienten über 45 Jahre mit nicht viel mehr als 1 Dpt. Weitsichtigkeit.